Gewerbe trifft Gewerbe vom 22.10.2015 bei Zemp AG

 

Firma Zemp AG erhielt besuch von Gewerbekollegen

Der Gewerbeverein Oberer Sempachersee (GOS) besuchte die traditionsverbundene Zemp AG, die am Standort Sempach seit nun zehn Jahren Möbel entwirft und produziert.

Dem Motto «Gewerbe trifft Gewerbe» folgten vergangenen Donnerstag etwa 40 Mitglieder des GOS, welche den Möbelfabrikanten Zemp, in der Sempacher Hubelstrasse ansässig, genauer unter die Lupe nehmen konnten. Die Zemp AG konnte vergangenes Jahr ihr 150-jähriges Jubiläum feiern. In ihrer Historie haben die Möbelhersteller denn auch einige Grossaufträge ausführen können, zu nennen sei hier etwa die Möblierung des Ständeratssaals im Bundeshaus Bern im Jahre 1902 oder auch die Innenausstattung des Dampfschiffs «Stadt Luzern» 1926. 

Regional verwurzelt
Seit dieser Zeit hat sich das Profil der Firma etwas verändert, so verschob sich der Fokus auf die Herstellung von Tischen sowie von Objekt- und Büromöbeln. Die Zemp AG ist heute noch ein eigenständiges Familienunternehmen, auch wenn von der ehemaligen Gründerfamilie Zemp selber niemand mehr in der operativen Geschäftsleitung tätig ist. Dennoch sind die Möbelhersteller immer noch mit der Region verwurzelt: Vor zehn Jahren verschob man den Produktions-standort von Reussbühl nach Sempach, wo er sich auch heute noch befindet und als regionales Unternehmen Arbeitsplätze und Lehrstellen anbietet. Beim Möbelhersteller sind zurzeit 26 Mitarbeiter angestellt, davon sind 9 in der Produktion tätig und zwei Lernende befinden sich in Ausbildung.

Vielfältige Produktionsschritte
Durch die verschiedenen Produktionsbereiche auf den ca. 3500 Quadratmetern führten Mitglieder der Geschäftsleitung, welche den interessierten Gewerbekollegen die neuesten Maschinen, die diversen Arbeitsschritte und am Ende auch fertige Objekte präsentieren konnten. Ermöglicht wurde dies auch durch Überstunden von Mitarbeitern der Produktion, was von den anwesenden Gewerblern mit einem warmen Applaus honoriert wurde. Augenfällig wurde, dass die Zemp AG einen Grossteil der Produktion noch komplett selber tätigt, was in der Möbelbranche heute nicht mehr selbstverständlich ist. Furnierung, Schleifarbeiten, sogar die Lackierung der Metallteile, all dies wird immer noch in Sempach getan. Oder wie es Aldo Brun, Mitglied der Geschäftsleitung, ausdrückte: «Was die grossen Hersteller oftmals zukaufen, machen wir bei der Zemp AG halt häufig noch selber.» Bei den Gewerblern stiessen vor allem die modernen CNC-Maschinen auf grosses Interesse, welche mit der neusten Lasertechnologie arbeiten und so noch präzisere und fehlerfreie Produktionsschritte ermöglichen.

Möbelbranche: umkämpfter Markt
Aufgezeigt wurde auch die bewusste Nachhaltigkeit, die beim Sempacher Möbelhersteller gelebt wird. Geheizt wird in den Produktionsräumen hauptsächlich mit eigener Abwärme und Restholz, die grosse Lagerhalle bleibt das ganze Jahr unbeheizt. Aber auch auf die Herausforderungen wurde von der Geschäftsleitung hingewiesen, welche tagtäglich im umkämpften Markt der Möbelbranche und auch speziell bei der Zemp AG anstehen. Diesen Herausforderungen versucht man beim Sempacher Familienunternehmen mit ausgebauten Dienstleistungen, immer neuen Ideen sowie der Berücksichtigung vieler Kundenwünsche zu begegnen. Den Mitgliedern des Gewerbevereins bot sich so ein Einblick in ein traditionsreiches und doch zukunftsorientiertes Familienunternehmen, welches sich Innovation, Flexibilität und Kundenorientierung als Kernkompetenzen auf die Fahne geschrieben hat und diese am Standort Sempach weiterhin zu leben versucht.

Nach diesem informativen Rundgang schloss der Abend mit einem reichlichen Apéro, welcher den anwesenden Gewerblern noch die Möglichkeit zur vertieften Besprechung des Abends und der Knüpfung von neuen Kontakten bot. 

(Quelle: Sempacher Woche / Reto Mitteregger)